EGBA reagiert auf das Green Paper der Europäischen Kommission
Als Michael Barnier die Europäische Kommission übernahm, entschied er, ein Green Paper über das online Glücksspiel in Europa zu veröffentlichen, um wichtige Impulse für Regulierungsaktivitäten zu geben. Um die benötigten Informationen zu sammeln, bat er Beteiligte darum, detaillierte Inputs zu liefern. Die European Gaming and Betting Association (EGBA) ist das Handelsorgan der größten online Glücksspiel-Betreiber Europas. Sie steht an der Spitze der Glücksspiel-Regulierung in Europa und reichte ein 105 Seiten starkes Dokument an die EU-Kommission weiter.
Vor den Antworten auf die von der Kommission gestellten Fragen, wurde ein Statement des Generalsekretärs der EGBA, Sigrid Ligne, inkludiert, in welchem sie beschreibt, dass Europa der Weltmarktführer des online Glücksspiels ist und 45% Marktanteil besitzt. Um diese Position zu halten, muss Europa reagieren. Die nationalen Regulationen verstoßen gegen Prinzipien eines harmonisierten Marktes, welcher in EU-Abkommen vorgesehen sind. Sie führen auch zu teuren mehrfachen Lizenzierungsverpflichtungen. „Hohe regulative Kosten verhindern attraktive legale Angebote, die Kunden vom Schwarzmarkt holen und sie zu regulierten Betreibern bringen.“
Ligne kritisiert, dass die EU-Kommission nicht in Übereinstimmung mit den EU-Abkommen handelt. Die Regeln der Mitgliedsstaaten verstoßen gegen europäische Gesetze, dennoch wurde bisher kein Mitgliedsstaat von der EU-Kommission angezeigt.
Im Fragebogen betont die EGBA, dass Probleme betreffend Spielsucht, den Schutz von Minderjährigen und fairem Sport von der EU-Kommission behandelt werden müssen. Sie liefert auch Statistiken, dass das Online-Glücksspiel nicht auf Kosten des Offline-Glücksspiels wächst.
Die EGBA schließt,, dass es unbedingt notwendig ist, ein gesetzliches Rahmenwerk der EU für das Online-Glücksspiel zu entwickeln, welches Kundenschutz, Geldwäsche, Betrugsverhinderung, Lizenzierungsvorgänge, Werbung, Sponsoring, Kundenidentifizierung, Schutz von Minderjährigen und fairen Sport behandelt. Daher sollte eine europäische Aufsichtsbehörde gegründet werden, welche sicherstellt, die die Mitgliedsstaaten diese Ziele aktiv verfolgen.



