Die Europäische Kommission entscheidet zugunsten des dänischen online Glücksspiels
Die Europäische Kommission entschied jetzt zugunsten des dänischen Online-Glücksspiels. Die abgelehnten Beschwerden stammten von einem physischen Casino in Dänemark und der dänischen Slotmaschinen-Vereinigung. Diese bezahlen Bruttosteuern in Höhe von 45%-71% auf das Glücksspieleinkommen, lizenzierte Online-Casinobetreiber hingegen nur 20%, was als Verstoß gegen die Regeln für staatliche Beihilfe betrachtet wurde. Die Europäische Kommission argumentiert: „Grund dafür ist, dass die positiven Effekte der Liberalisierung des Sektors potenzielle Wettbewerbsverzerrungen überwiegen.“
Der dänische Gesetzesentwurf wird ab 1. Januar 2012 zum Gesetz. Die ersten Lizenzen gelten ab diesem Datum. Es gibt zwei verschiedene Lizenzen für private Glücksspielbetreiber, eine für online und offline Sportwetten, inklusive Fixed, Pool, Spread und Exchanges, eine für online Casinos mit Poker, Blackjack, Roulette, Slots, Backgammon, Whist und Bridge. Bingo und Pferderennen werden bei Danske Spil, dem staatlichen Monopol, bleiben.
Die Entscheidung der Kommission wurde von der online Glücksspielbranche begrüßt. Martin Cruddace von Betfair erklärte, dass die dänische online Glücksspiel-Regulierung ein perfektes Beispiel für ein europäisches System ist. Es nutzt dem dänischen Konsumenten, den internationalen Online-Glücksspielbetreibern und der dänischen Regierung. Betfair wird so bald wie möglich um eine Lizenz ansuchen.
Die Betsson Gruppe, Besitzer des dänischen Online-Glücksspielbetreibers Betsafe, ist ebenfalls zufrieden und konkretisiert die Strategie zur Vermarktung aller Marken im dänischen Online-Glücksspielmarkt. Vor allem werden Sponsoren-Vereinbarungen mit der dänischen Bundesliga abgeschlossen, welche in Betsafe League umbenannt wird.
Clive Hawkswood von der Remote Gambling Association (RGA), drückte seine Zufriedenheit mit der Entscheidung aus. Er rechtfertigte die steuerlichen Unterschiede: „Physische Casinos konkurrieren mit nationalen Grenzen, doch Online-Unternehmen sind Teil einer sehr konkurrenzbetonten internationalen Umgebung, die Steuerpolitik sollte das berücksichtigen.“ Laut ihm sollten alle Rechtssysteme, die die Steuern für Online-Betreiber erhöhen möchten, aus dieser Entscheidung lernen.



